Nominierungsversammlung der Hockenheimer Grünen – „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ – Erfolge der letzten Jahre weckt Lust auf Mitgestaltung

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben“,  mit diesen Worten beschreibt Hermann Hesse die Stufen des Lebens. Neben altbekannten waren viele neue Gesichter zu sehen bei der Nominierungsversammlung der Hockenheimer Grünen für die Kommunalwahl im Mai diesen Jahres.  

Eines scheint klar: Nach intensiven 40 Jahren Grüne Kommunalpolitik wird die Farbe Grün, die Bestätigung der Wähler vorausgesetzt, weiterhin im Gemeindeparlament der Großen Kreisstadt Hockenheim vertreten sein.

Im Stadthallenrestaurant Rondeau begrüßte Ralf Geidel, Ortsverbands-Sprecher der Grünen in Hockenheim, die zahlreich erschienenen Gäste zur Nominierung der Kandidaten. Dann begann auch schon der thematisch dicht gepackte Abend, und zwar mit einer Premiere:  Denn Stadtrat Michael Behr übernahm zum ersten Mal die Leitung der Nominierungsveranstaltung. Möglich machte dies der Umstand, dass Behr nicht mehr an der kommenden Wahl als Kandidat teilnimmt. 

Nach Klärung der Formalitäten und Wahl der Personen zur Durchführung der Veranstaltung, stellten sich die anwesenden Kandidaten vor und erläuterten ihre Motivation, warum sie auf der Liste der Grünen sich für das Ehrenamt des Gemeinderats bewerben wollen. Es war nicht zu übersehen: Die Liste der 22 Aspiranten enthält viele neue Namen. Gerade diese neuen Gesichter brachten deutlich zum Ausdruck, ihre Entscheidung, auf der Grünen-Liste zu kandidieren, wurde wesentlich davon beeinflusst, dass die kommunale Politik und auch die Erfolge der letzten Jahre, Lust auf Mitgestaltung weckte.

Zu den neuen Gesichter gehört auch Christian Keller. Der 55-jährige Hockenheimer hat sich in den vergangenen Monaten in der Bürger Initiative Biblis (BIB) engagiert und dadurch die Gestaltungsmöglichkeiten als Bürger erfahren können. „Ich möchte dazu beitragen, dass unsere Stadt weiterhin lebenswert bleibt und sich in eine positive Richtung entwickelt“, meinte Christian Keller bei seiner Vorstellung. Da war er sich sofort mit Uwe Wacker einig, der auch zu den neuen Namen auf der Grünen-Liste gehört. Wacker machte in seinen Ausführungen klar, dass man nur etwas beeinflussen kann, wenn man aktiv werde und auch Verantwortung übernehmen will. Oliver Grein, der im vergangenen Oktober in den Gemeinderat nachgerückt war, berichtete von seinen ersten Wochen als Stadtrat und legte dar, dass es „eine zeitlich und inhaltlich anspruchsvolle Arbeit ist, aber man dadurch auch viel Zufriedenheit verspürt.“ Larissa Rotter, bereits etablierte Stadträtin, bekräftigte dies und will auch in einer eventuellen zweiten Legislaturperiode, die grünen Hockenheimer Themen weiter voran bringen.

Elke Dörflinger sieht die Bürgerbeteiligung als wichtiges Instrument kommunaler Politik um Bürgerinnen und Bürger an Entscheidungen, diesie direkt betreffen zu beteiligen und sie wieder für politische Themen zu interessieren. 

Breit gefächert sind die Interessensgebiete des 27-jährigen Patrick Ballweg. Neben einer gelingenden Integration erachtet er nach wie vor Nachhaltigkeit und Umweltschutz gerade auch auf kommunaler Ebene als wichtige Themen.  Ähnlich sieht dies Ralf Geidel,  der, aus Leipzig kommend, zwischenzeitlich beruflich und privat sich im kurpfälzischen Hockenheim  daheim fühlt. Der Naturschutz und insbesondere der Schutz der Bienen liegen ihm am Herzen. 

Fraktionssprecher Adolf Härdle hält es für ganz natürlich, dass ein Generationenwechsel stattfindet. Er versicherte, weiterhin mit vollem Engagement seine künftigen Stadtratskollegen bei ihrer Arbeit zu unterstützen. „Die Grünen werden gebraucht“, da ist sich Härdle sicher. Umfangreiche Investitionen, die Weiterentwicklung des Hockenheimrings, die Umstellung auf das Neue kommunale Haushaltsrecht stehen an.  Das Vorantreiben des Sozialen Wohnungsbaus, eine organische Stadtentwicklung, das Schaffen von Wohnraum für Obdachlose und Flüchtlinge, Klimaschutz und Mobilität, der Erhalt der Dienstleistungsfunktion der Stadt seien Aufgabenstellungen bei denen Erfahrung hilfreich sein kann.

Reinhold Gottfried, seit 1980 Mitglied der Grünen, war es ein Anliegen den amtierenden Stadträten für ihre unermüdliche Arbeit für Hockenheim und für die Grünen und dem Organisationsteam für die Vorbereitung zu danken. 

Die Reihenfolge der Kandidatinnen und Kandidaten:

1Rotter, Larissa, 26, Personalmanagerin
2Grein, Oliver, 52, Interner Berater
3Dörflinger, Elke, 53, Dipl.-Psychologin
4Keller, Christian, 55, Kfz-Sachverständiger
5Härdle, Adolf, 67, Oberstudienrat a.D., Dipl. Agraringenieur (FH)
6Wacker,Uwe, 54, Elektromeister
7Ballweg, Patrick, 27, Mitarbeiter Qualitätsmangement
8Geidel, Ralf, 31, Sicherheitsingenieur
9Gottfried, Reinhold, 68, Pensionär
10Hoffmann, Petra, 59, Erzieherin
11
Stalter, Ingrid, 80, Hausfrau 
12Burkhardt, Ursula, 62, Rentnerin
13Stelzel, Melissa, 35, Sozialarbeiterin
14Offenloch-Brandenburger, Felicitas, 63, Groß- und Außenhandelskauffrau i.R.
15Rausch, Jenny, 39, Hausfrau
16Blaut, Ulrike, 51, Angestellte ambulante Pflege
17Rotter, Stefanie, 53, Erzieherin
18Huss, Gudrun, 53, Bilanzbuchhalterin
19Mülbaier, Felix, 59, SAP Basis/Unix Administrator
20Schöninger, Heike, 60, Verwaltungsangestellte
21Müller-Sulzbacher, Ulrika, 55, Diplom Sozialarbeiter
22
Heil, Sigrid, 66, Rentnerin

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