Jahresrückblick 2020

Die Hockenheimer Grünen blicken auf ein besonderes Jahr 2020 zurück. „Gelebt wird nach vorne, verstanden wird das Leben erst im Nachhinein.“, war die gemeinsame Grundhaltung.
Erwartet hatten der Ortsverband und die Fraktion nach dem erfolgreichen Wahljahr viel für die Parteiarbeit, wie auch für die Stadt Hockenheim, nur eines nicht: Corona.

Ehrenamtliche Stadträtinnen und Stadträte übernehmen Verantwortung auch in Corona-Zeiten
Die ehrenamtlichen Stadträtinnen und Stadträte hätten sich trotz der vielfältigen Einschränkungen durch das Corona-Virus im rückliegenden Jahr in besonderer Weise der Verantwortung gestellt. „Dies stellt keine Selbstverständlichkeit dar“, zollt Fraktionssprecher Adolf Härdle seinen Stadtratskolleginnen Respekt und Anerkennung.
Als Beispiel nannte er die gemeinsame Klausurtagung der Fraktionen im Hockenheimer Gemeindeparlament mit der Verwaltung im November dieses Jahres. In einer über fünfzehn Stunden dauernden Beratung setzten sich die Tagungsteilnehmer intensiv mit den Daten und Zahlen des Haushaltsplan-Entwurfs der Verwaltung auseinander und verfolgten beharrlich das Ziel im Jahr 2021 einen genehmigungsfähigen Haushaltsplan aufstellen zu können.

„Die Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels“ – Mit Neujahrsempfang ins neue Jahr gestartet
Das politische Jahr 2020 startete für die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen wie gewohnt mit dem traditionellen Neujahrsempfang, diesmal mit dem Thema „Die Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels“. Das Interesse war sehr groß, viele interessierte Bürgerinnen und Bürger ebenso wie Landwirte nahmen an der Veranstaltung teil. Die Veranstaltung wurde durch zahlreiche Impulsreferate bereichert.

Grüner Neujahrsempfang


Im Februar gingen Ortsverband und Fraktion noch von einem wie sonst auch üblichen politischen Jahr aus und luden mehrmals zu öffentlichen Fraktionssitzungen ein. Eine der Sitzungen im Februar stand unter dem Top-Thema „Zukunft des Hockenheimrings“. Hier wurde von Bürgerinnen und Bürger eine andere Informations- und Beteiligungspolitik gefordert, woraufhin die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag auf mehr Bürgerbeteiligung im Gemeinderat stellte.

Mahnwache auf dem Zehntscheuneplatz in Hockenheim – Gedenken an die Opfer rechtsterroristischer Anschläge

Am politischen Aschermittwoch wurde auf Initiative des Ortsverbandes und der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen zu einer Mahnwache auf dem Zehntscheuneplatz in Hockenheim eingeladen. Im Gedenken an die Opfer aller rechtsterroristischen Anschläge wie Kassel, Halle, Hanau, sollte ein Zeichen gegen jede Form von Gewalt gegenüber Menschen, die mitten unter uns leben, gesetzt werden. „Wir möchten nicht wegschauen und setzen uns für die Akzeptanz und Toleranz von Vielfalt in unserer Gesellschaft und in unserer Stadt ein“, war die Aussage von Stadträtin Elke Dörflinger.

Unterstützung der Bürgerinitiative Pro Stadtwald C4

Bei einem Gespräch der Stadträte Christian Keller und Oliver Grein zusammen mit Vertretern der Bürgerinitiative Pro Stadtwald C4 mit dem Landesverkehrsminister Winfried Hermann ging es im Februar inhaltlich um die Pläne des Regierungspräsidiums Karlsruhe, die bestehende Rastanlage Hockenheim West zu vergrößern und so einen LKW-Parkplatz mit über 130 Stellflächen zu erschaffen. Oliver Grein wies auf die prekäre Situation der bereits bestehenden räumlichen Verdichtung und der damit verbundenen Emissionen in und um Hockenheim hin.

Informationsaustausch der BI ProStadtwaldC4, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit Verkehrsminister
v.l.n.r. … Wachter (BI), Oliver Grein (Stadtrat Grüne), Dr. Andre Baumann (Bevollmächtigter Land BW), Christian Keller
(Stadtrat Grüne), Winfried Hermann (Verkehrsminister BW), Stefanie Garcia Laule (Sprecherin BI), Mihai Sava (Sprecher BI)
Foto: Christine Grein – de Lima

Der Minister bat um eine schriftliche Zusammenfassung des Themas aus Hockenheimer Sicht, um bei eventuellen Kompromisslösungen zu vermitteln. Mittlerweile hat die Bürgerinitiative, mit Unterstützung der grünen Fraktion, ein entsprechendes Schreiben formuliert und an das Verkehrsministerium übergeben.

Parteiarbeit in Zeiten von Corona: Bündnis 90/Die Grünen bieten weiterhin Fraktionssitzungen mit Bürgerbeteiligung an – ab März in digitalem Format

Im März 2020 kam dann der für alle unerwartete Lockdown aufgrund COVID-19. Die Corona-Situation stellte auch die Parteien und deren Arbeit vor große Herausforderungen. Seit Mitte März fanden Fraktionssitzungen in digitalem Format statt. „Uns war es wichtig, dass das politische Leben in Hockenheim in dieser Zeit nicht stillstand“, sagte Larissa Rotter. „Wir haben die Situation auch als Chance erlebt, politische Parteiarbeit auf digitale Formate umzuschalten“.

Themen wie die der Stadtentwicklung, der Entwicklung des Bahnhofsvorplatzes ebenso wie weitere klimaschutzpolitische Themen standen im Zentrum der Parteiarbeit: die Beteiligung bei der Pflanzaktion im Stadtwald C4, die Mitmachaktion beim Stadtradeln, die Tour de Hoggene oder das Mobilitätskonzept.

Auch in Hockenheim ließ dieser Sommer wieder an den weltweiten Klimawandel – neben Corona – denken. Ob die Probleme vor Ort beherrschbar bleiben, hänge viel davon ab, wie stark die CO2-Konzentration in der Atmosphäre ansteigt, heisst es in der Pressemitteilung der Grünen weiter.

Die Grünen in Hockenheim fordern nicht nur deshalb die Umsetzung klimapolitischer Ziele und möchten diese im Stadtentwicklungskonzept, gemeinsam mit der Stadtverwaltung und der Lokalen Agenda formulieren. Klimaziele werden zukünftig die Stadtentwicklung und -planung beeinflussen. „Auch Hockenheim muss sich auf den Klimawandel vorbereiten und umgebaut werden, um Hitzeinseln gar nicht erst entstehen zu lassen oder diese zu entschärfen“, formuliert es Christian Keller. Für eine nachhaltige Stadtentwicklung müssen die Klimaziele und die damit verbundenen Schutzmaßnahmen in allen politischen Gremien zur Entscheidungsfindung mit herangezogen werden. Klimapolitik und Wirtschaftspolitik lassen sich nicht mehr einfach trennen, sondern müssen integriert werden, meint Oliver Grein.

Die Stadtratsfraktion im HÖP.

Seit September stand das Thema „Wo und inwieweit sehen wir unsere soziale Verantwortung als Stadt Hockenheim“ mit auf der Agenda. Hier sieht sich die Fraktion gefordert, sich für eine soziale Stadt einzusetzen, die ihren Bürgerinnen und Bürgern entsprechende Angebote vorbehält, betont Elke Dörflinger.

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