Wir über uns
Zur Geschichte
„Die Grüne Liste Hockenheim (GLH) ist ein freier Zusammenschluss Hockenheimer Bürger, die sich für eine ökologische, soziale, antifaschistische und basisdemokratische Kommunalpolitik einsetzen wollen.“ (Grundsatzerklärung der GLH 1980)
Bei den Gemeinderatswahlen am 18. April gelang es den Grünen (im Volksmund: die „Grieene“), mit Adolf Härdle den ersten Gemeinderat in das Hockenheimer Gemeindeparlament zu entsenden. „Natur erhalten – Wohnwert gestalten!“ lautete das damalige Motto im Kommunalwahlprogramm der GLH.
Die kritische Stimme im Gemeinderat wollte man sein und so ist es bis heute geblieben.
Bereits in den 80 er Jahren setzten sich die Grünen entschieden gegen einen Waldkahlschlag durch den Motodromausbau, für Lärmschutz vor der Schnellbahntrasse, gegen eine übermäßige Trinkwasserentnahme im Hockenheimer Rheinbogen ein, die Forderung für ein Jugendzentrum war ein weiterer Programmpunkt.
Nicht in Vergessenheit geraten darf der Einsatz für eine atomwaffenfreie Zone Hockenheim,
Demonstrationen für den Frieden erreichten auch Hockenheim. So war es nur konsequent, sich gegen die Verlegung des Kriegerdenkmals als Symbol für die Verherrlichung des Krieges vom Bauhof auf den Friedhof zu wenden. Genauso warben die Grünen erfolgreich dafür, das historisch interessante „Muldhäuschen“ im Wiesengebiet des Hockenheimer Rheinbogen zu erhalten. Auch sei daran erinnert, dass für die Erhaltung erhaltenswürdiger Bausubstanz (Gebäude Karlsruherstrasse 23) gekämpft wurde, der Abriss des Alten Bahnhofes (Verwendung für Vereinsräume) konnte genauso wenig verhindert werden.
Bei der Kommunalwahl 1984 gelang es, den Stimmenanteil zu verdoppeln. Mit Bernhard Franke, alter Jugendzentrumsinitiativler und Kurt Kreutzenbeck, ehemals SPD-Ortsvorsitzender, erreichte die jetzt unter dem Parteinamen „Die Grünen“ firmierende Organisation Fraktionsstärke. Kommunaler Wohnungsbau, mehr Bürberbeteiligung und Transparenz bei den kommunalpolitischen Entscheidungsprozessen waren Themenschwerpunkte. Die Zusammenarbeit mit Bürgerinitiativen (Bürgerentscheid „Pro Festhalle – Kontra Stadthalle) wurde verstärkt gepflegt. In gewissen Abständen wurden zur „Geschichte der Hockenheimer Juden“ Gedenk- und Informationsveranstaltungen durchgeführt.
Schließlich löste Hanni Schirra Bernhard Franke als Stadtrat ab. Kurt Kreutzenbeck blieb bis zu Kommunalwahl 1998 Mitglied im Gemeinderat. Michael Behr, ein eingebürgerter Schwabe, blieb es vorbehalten zusammen mit seinem Fraktionskollegen Adolf Härdle, die Fahne der Grünen hochzuhalten.
Mit Erfolg setzten sich die Grünen für diverse Förderprogramme in Hockenheim ein. Auf deren Vorschlag hin wurde das „Förderprogramm für Solaranlagen“ eingeführt, die Energieberatung konnte verbessert werden. Knapp 20 Prozent stimmten gegen den Motodromausbau, für Hockenheim ein überraschend gutes Ergebnis. Als Sachwalter des Waldes gelang es, dass für die ~ 43 Hektar abzuholzende Waldfläche, ein Ausgleich von über 69 Hektar Wald vorgenommen wird.
Bleibt die Erkenntnis: Die Grünen sind auch im Jahr 21. Jahrhundert aus der Hockenheimer Kommunalpolitik nicht mehr weg zu denken, sie erzielen Wirkung und dies im Interesse der Natur wie auch der Hockenheimer Bürgern und Bürgerinnen.