Grüne

Aus dem Kreistag

315 Mio. Euro mehr für die Kleinkindbetreuung

– auch Hockenheim profitiert Fachkräftemangel droht –
Neue Formen der Erzieherinnenausbildung sollen dem entgegenwirken

nasowas315 Mio. Euro stehen den Kommunen in Baden-
Württemberg ab 2012 zusätzlich für den Ausbau
von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei
Jahren zur Verfügung.
„Damit wird die Landesförderung mehr als verdoppelt“, stellt Adolf Härdle, Fraktionssprecher der Grünen, fest. Für Hockenheim stehen so für die
Förderung der Kleinkindbetreuung im städtischen Haushalt in 2012 ein Mehr an Zuweisungen in Höhe von 499.000 Euro über den kommunalen Finanzausgleich zur Verfügung, informieren die Grünen in einer Pressemitteilung. Damit werde ein wichtiger Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf – gerade für junge Familien geleistet. Eine gute Verwendung findet das Geld für die notwendige Verbesserung der Angebote in den örtlichen Kindertagesstätten. Enorme finanzielle Anstrengungen stünden auch in Hockenheim an, um die gesetzliche Vorgabe, jedem dritten Kind unter drei Jahren ab Sommer 2013 einen Betreuungsplatz anbieten zu können, zu erfüllen.
Der Hockenheimer Gemeinderat und mit ihm die Verwaltung
stellen sich dieser Verantwortung.

Allgemeine Sorge bereite allerdings der Fachkräftemangel in den Kindertagesstätten, merkt Härdle an. Es wird damit gerechnet, dass nach In-Kraft-Treten des Rechtsanspruches auf einen Kitaplatz für unter Dreijährige die Betreuungsquote im Jahr 2015 auf 42 Prozent steigen muss. Das bedeutet für Baden-Württemberg, dass zusätzlich rund 60.000 Plätze für unter 3jährige Kinder geschaffen werden müssen und eine Steigerung des Personals in Kindertagesstätten zur Folge habe. Laut Angaben der GEW, Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft, ergebe sich für das Jahr 2015 ein Fehlbedarf von mindestens 4650 Vollzeit-ErzieherInnen-Stellen.

Dies nahm Adolf Härdle, schulpolitischer Sprecher der Grünen im Kreistag, zum Anlass in der letzten Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport und Kultur einen Antrag zum drohenden Fachkräftemangel auch im Rhein-Neckar-Kreis zu stellen. Die Verwaltung wird gebeten zu überprüfen, an welchen Fachschulen des Rhein-Neckar-Kreises zusätzlich Klassen für die Erzieher/innen-Ausbildung bereitgestellt werden können. Immerhin biete das Land, stellen die Grünen in der Pressemitteilung abschließend fest, neue Formen der Erzieherinnenausbildung an.
So bestehe zum Schuljahr 2012/2013 auch im Rhein-Neckar-Kreis
an der Louise-Otto-Peters-Schule Wiesloch sowie der
Helen-Keller-Schule Weinheim die Möglichkeit zur Ausbildung für den Erzieherberuf in Teilzeit.

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